Ortsverein und Fraktion

Gelungene Offene Gesprächsrunde der SPD Fürth

Guten Zuspruch fand die Offene Gesprächsrunde der SPD Fürth. So wie eigentlich geplant und gewünscht, haben die verschiedenen Teilnehmer in ruhiger wie auch durchaus intensiver Diskussion ihre Meinungen austauschen können.

Als besonderer Gast konnte Sven Wingerter begrüßt werden. Er ist der Bundestagskandidat der Bergsträßer SPD. Da er schon seit vielen Jahren kommunalpolitisch aktiv in Wald-Michelbach tätig ist, konnte er in vielen Fürther Themen seine Erfahrungen einbringen.

Zu Beginn der Gesprächsrunde stellte der SPD-Vorsitzende Erich Gerbig an die Teilnehmer die Frage, was sie besonders gut an Fürth und dem Odenwald fänden. Einhellige Äußerungen waren die schöne Natur, die gute Luft und der Wald als Erholungsgebiet. Besonders hervorgehoben wurde auch die Vielfalt der Fürther Vereine und sowie die Gastronomie. Bedauert wurde, dass es in Fürth an Übernachtungsmöglichkeiten mangele. Gerade von jungen Teilnehmern wurde angeführt, dass es in Fürth nicht genügend Wohnraum gebe, besonders was bezahlbaren Wohnraum betrifft. Aber auch die geringe Zahl der Bauplätze wurde angeführt. Es entstand eine lebhafte Diskussion darüber, wie man es möglich machen könne, die vorhandenen unbebauten Grundstücke für den Verkauf an Interessenten schmackhaft zu machen. Hier kamen recht interessante Vorschläge aus der Versammlung: eine neuen Grundsteuer C für brachliegende Bauplätze könnte eingeführt werden, um den spekulativen Mehrwert eines Grundstückes abzuschöpfen; eine Vereinbarung mit der Gemeinde könnte vereinbart werden, um ein Grundstück z.B. von 600 m² Größe, das der Besitzer jetzt nicht benötigt, es aber z.B. vorhalten will für ein eigenes Kind oder Enkelkind, der Gemeinde zu überlassen. Wenn dann das Kind oder Enkelkind in Jahren später bauen will, solle der Besitzer in einem neuen Baugebiet „seine“ 600 m² zurückbekommen. So könnten jetzt schon Baulücken geschlossen werden.

Ein weiterer Diskussionspunkt war u.a. der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV). Zwar sind die Verbindungen zu Weinheim/Mannheim sowie zu Heppenheim im Laufe der letzten Jahre verbessert worden, aber für uns im ländlichen Raum immer noch unzureichend. Wenn die Bundesrepublik im Jahre 2045 das Ziel der Klimaneutralität erreichen will, müssen die Investitionen für den Ausbau und die Erweiterung des Straßennetzes reduziert werden, damit die Investitionen in den ÖPNV wesentlich erhöht werden können. Über die Entlastungsstraße von Rimbach um Lörzenbach herum, wie sie derzeit vom Land Hessen favorisiert wird, wurde intensiv diskutiert.  „Wenn wir in 20 Jahren diese Entlastungsstraße noch brauchen, denn dann erst wird sie wohl realisiert werden, dann hat die Gesellschaft viel falsch gemacht!“, so ein Teilnehmer.

Am Ende der Gesprächsrunde waren alle Teilnehmer zufrieden, in einer solchen Runde „ihre“ Themen ansprechen zu können. Vorsitzender Gerbig dankte dem Bundestagskandidaten Sven Wingerter für seine aktive Teilnahme an der Diskussion. Die SPD Fürth wird diese Form des Kontakts mit den Bürgerinnen und Bürgern fortführen und hat schon den nächsten Termin festgelegt, eigentlich im August, aber wegen der Sommerferien am 3. September 21.